Hmm das schmeckt!

Hmm das schmeckt! Hilfe, mein Hund knabbert alles an.

Jeder Hundebesitzer kennt wohl folgendes Bild. Sein treuester Freund liegt gemütlich in einer Ecke und kaut seelenruhig auf einem Schuh, einem Buch oder etwas anderem herum, was er eigentlich nicht anknabbern soll. Spitze Hundezähne können so einiges zerstören und vermacken. Aber woran das liegen kann und wie du deinem Hund das wieder abgewöhnen kannst, erzählen wir dir im Folgenden.

Warum knabbert mein Hund?

Die Ursache, warum dein Hund alles anknabbert, kann in vielen Dingen begründet sein. Meistens steckt aber eine klare Ursache dahinter. Wichtig für dich zu wissen ist, dass das Anknabbern von Gegenständen zum normalen Hundeverhalten dazu gehört. Bei deinem Welpen oder Junghund kann zum Beispiel ein Zahnwechsel die Ursache sein. Dennoch muss dein Welpe unbedingt lernen, dass er nicht alles anknabbern darf, denn es kann auch schnell gefährlich für ihn werden, wenn er das Falsche zwischen die Zähne bekommt.

Ursachen

Welche Ursache hat es aber, wenn dein erwachsener Hund alles anknabbert. Hier kann es unterschiedliche Auslöser geben, wie zum Beispiel Stress oder Angst. Manchmal kann es sogar an einer organischen Erkrankung liegen, die mit einer Wesensveränderung einher geht.

Folgende Ursachen können es sein

1)Welpen und Hunde in der Pubertät

Welpen erkunden ihre Welt mit ihrem Maul. Es ist also völlig natürlich, dass sie alles in den Mund nehmen. Wie oben schon erwähnt, hilft es ihnen auch beim Zahnen. Welpen haben ein Gebiss mit 28 Zähnen und im Erwachsenenalter hat ein Hund 42 Zähne. Durch das Kauen massieren sie ihr juckendes Zahnfleisch. Dennoch muss dein Welpe lernen, was er darf und was nicht. Als erstes solltest du alles in deiner Wohnung „welpenfest“ machen. Das heißt Stromkabel, Putzmittel, giftige Zimmerpflanzen oder aber auch teure Schuhe solltest du in Sicherheit bringen. Wenn dein Welpe dann etwas anknabbert, das er nicht soll, musst du ihm klar und deutlich das Kommando „Aus“ geben und den verbotenen Gegenstand aus dem Maul nehmen. Wichtig ist, dass du ihm sofort eine Alternative anbietest. Achte aber darauf, dass du ihn nicht beim Tausch lobst. Er soll den neuen Gegenstand nämlich nicht als Belohnung für sein Verhalten auffassen.

In der Pubertät testen dein Hund nochmal seine Grenzen aus und es kann erneut zum Anknabbern kommen. Mit ein wenig Geduld und guter Erziehung überstehst du die Pubertät aber auch.

2) Trennungsangst

Knabbert dein Hund nur Dinge an, wenn du ihn allein lässt, kann dies daran liegen, das ihm langweilig ist, sobald er allein gelassen wird. Oder dein Hund leidet vielleicht an Trennungsangst und knabbert deshalb wild drauflos. Wenn du mehr zu diesem Thema erfahren willst, dann lies zusätzlich noch den Text. Trennungsangst bei Hunden

3)Unterforderung

Unterforderung kann auch ein Auslöser für das Anknabbern von Dingen sein. Dein Hund hat dann einfach nicht genug Auslastung und geistige Forderung am Tag. Leider unterschätzen viele Hundehalter, wie wichtig gerade eine gesunde und artgerechte Auslastung für ihren Hund ist. Vor allem für sogenannte Arbeitshunde wie den Husky oder der Border Colli ist eine auslastende Arbeit ein Muss. Aber auch für alle anderen Rassen ist eine artgerechte Auslastung erforderlich.

4)Überforderung

Wenn dein Hund überfordert ist, kann das zu Stress führen. Stress kann in krankhaftem Verhalten bei deinem Hund resultieren, wie zum Beispiel das Anknabbern der eigenen Pfoten. Stresssymptome können zum Beispiel durch ein zu intensives Training mit einer körperlichen Überforderung entstehen, beispielsweise durch nicht artgerechtes Joggen. Mute deinem Hund beim ersten gemeinsamen Joggen nicht gleich zu viel zu, nur weil du selbst schon ohne Probleme 10km laufen kannst. Das gleiche gilt für Fahrradfahren mit dem Hund. Auch Trauer oder Mobbing durch andere Hunde im Haushalt kann zu Stresssymptomen führen. In solchen Fällen solltest du dir professionelle Hilfe von einem Hundetrainer holen.

 

Tipps zum Umgang mit Knabbern

  1. Alternativen anbieten. Wie oben schon erwähnt, solltest du deinem Hund nicht einfach den Gegenstand, den er ankaut, wegnehmen, sondern ihm auch eine Alternative anbieten. Alternativen können Spielzeug oder auch Snacks sein, auf dem/denen dein Hund etwas länger herumkauen kann. Es gibt auch Kauwurzeln oder Kauholzstäbe aus Kaffeeholz. Das Gute hieran ist, das sie nicht splittern und dadurch das Maul oder die Speiseröhre deines Hundes nicht verletzen können, wie es bei weiteren Alternativen der Fall sein kann, sobald er etwas länger darauf herumkaut
  2. Kauwurzeln oder Kauholzstäbe aus Kaffeeholz
  3. Artgerechte Körperliche und geistige Auslastung. Mehr zu diesem Thema findest du auch hier im Text.
  4. Verlockende Gegenstände wegräumen und deinen Hund auch vor Gefährlichem, wie z.B. Stromkabel, schützen

Wenn du noch ein paar alternative Kauhilfen für deinen Hund brauchst, schau doch mal bei uns vorbei.